Jede GmbH muss einen Jahresabschluss aufstellen (§ 242 HGB). Das wissen die meisten. Was viele nicht wissen: Wie läuft das ab, wer macht was, und was kostet es?
Fristen auf einen Blick (GJ 2025)
Der Jahresabschluss ist ein Prozess in mehreren Schritten – mit unterschiedlichen Fristen und Konsequenzen.
Geschäftsführer sind nach § 264 HGB verpflichtet, den Jahresabschluss (Bilanz, GuV, ggf. Anhang) innerhalb von drei Monaten nach Jahresende aufzustellen. Für das Geschäftsjahr 2025 ist das der 31. März 2026. Wer seine Buchhaltung laufend führt, hat hier keinen Stress.
Nach der Aufstellung müssen die Gesellschafter den Jahresabschluss in der Gesellschafterversammlung feststellen. Das Protokoll der Gesellschafterversammlung gehört zu den Pflichtunterlagen. Bei Einpersonen-GmbH reicht ein schriftlicher Umlaufbeschluss.
Jede GmbH muss ihren Jahresabschluss beim Unternehmensregister veröffentlichen. Die Offenlegungsfrist beträgt 12 Monate nach Jahresende – also bis 31. Dezember 2026 für das GJ 2025. Micro-GmbHs dürfen eine verkürzte Bilanz einreichen.
Seit 2022 läuft das Ordnungsgeldverfahren automatisiert. Nach Fristablauf erhalten Geschäftsführer einen Androhungsbescheid. Das Ordnungsgeld beträgt 2.500 € bis 25.000 € pro Fristversäumnis. Außerdem riskieren Sie steuerliche Schätzungen und Probleme bei der Bankenfinanzierung.
Buchhalter und Steuerberater haben unterschiedliche Rollen. Die Trennung ist wichtig – und spart Geld.
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Die Kosten hängen vom Umfang ab. Hier ein realistischer Überblick.
Steuerberater (nach StBVV)
1.500 – 4.500 €
Einmalgebühr, je nach Bilanzsumme, Umsatz und Komplexität. Stundensatzmodelle oft teurer. Gilt nur für Aufstellung + Steuererklärung.
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Bei sehr kleinen GmbHs (Bilanzsumme unter 350.000 €) sind reduzierte Abschlüsse möglich. Steuerberater-Kosten entsprechend geringer.
Warum Steuerberater teuer sind: Nach der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV) werden Gebühren nach Tabellenwert berechnet – nicht nach tatsächlichem Aufwand. Ein Steuerberater, der gut vorbereitete Unterlagen bekommt, bucht dieselbe Gebühr wie einer, der alles selbst sortieren muss. Gut vorarbeitete Unterlagen von Financeklar reduzieren seinen Klärungsaufwand – aber die Grundgebühr bleibt. Trotzdem lohnt sich die Kombination.
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