Steuerberater und Buchhaltungsdienstleister machen unterschiedliche Dinge. Wer beides verwechselt, zahlt zu viel oder bekommt zu wenig. Dieser Artikel zeigt die konkreten Unterschiede, mit Kosten, Leistungen und einer klaren Empfehlung für KMU.
Die häufigste Frage, die wir hören: „Warum soll ich Buchhaltung extra auslagern, mein Steuerberater macht das doch?" Stimmt. Aber er macht es meistens quartalsweise, auf Minimalstandard, und berechnet jeden Handgriff als Stundensatz. Ein spezialisierter Buchhalter bucht monatlich, kennt deine Belege, und meldet sich, wenn etwas nicht stimmt. Mehr Details: § 6 StBerG (zulässige Hilfeleistung). Rechtsgrundlage: § 5 StBerG (Vorbehaltsaufgaben).
Beide Modelle haben ihre Berechtigung. Der Fehler liegt darin, sie zu verwechseln.
Was macht ein Steuerberater, und was nicht?
Ein Steuerberater ist zugelassener Berufsträger mit Kammerzulassung. Er darf Steuererklärungen unterschreiben, steuerliche Gestaltungsberatung durchführen und vor dem Finanzgericht auftreten. Dafür haftet er persönlich.
Was er typischerweise nicht macht, oder nur gegen entsprechendes Honorar:
- Laufende Buchung aller Belege (er überprüft eher, als dass er selbst bucht)
- Monatliches Reporting für Geschäftsführer
- Mahnwesen oder Kreditoren-Management
- Liquiditätsplanung im Arbeitsalltag
- Kommunikation mit dem Controlling
Viele Kanzleien vergeben die laufende Buchung intern an Steuerfachangestellte oder externe Buchhalter. du zahlst dann den Kanzlei-Stundensatz, auch für diese Grundtätigkeiten.
Was leistet ein Buchhaltungsdienstleister?
Ein spezialisierter Buchhaltungsdienst, wie Financeklar, übernimmt die operative Finanzbuchhaltung: Belegerfassung, Kontenabstimmung, Monatsabschluss, BWA und Reporting. Die Umsatzsteuer-Voranmeldung erstellt eine Steuerkanzlei, bei Financeklar unsere Partner-Kanzlei. Keine Steuerberatung, keine Unterschrift unter die Steuererklärung, das bleibt beim Steuerberater.
Der Vorteil: Geschwindigkeit und Spezialisierung. Statt quartalsweiser Übergabe an die Kanzlei arbeiten wir monatlich, oft wöchentlich, mit deinen Belegen. Zahlen sind aktuell, nicht drei Monate alt.
Kostenvergleich: Was die Buchhaltung kostet
| Leistung | Steuerberater | Buchhaltungsdienst |
|---|---|---|
| Laufende Buchung | nach StBVV Tabelle C, rund 193 € im Monat bei 200.000 € Umsatz | bei Financeklar 149–599 € im Monat (Pauschale) |
| Monatliche BWA | oft gegen Aufpreis | inklusive |
| USt-Voranmeldung | nach StBVV gesondert | über die Partner-Kanzlei, gesondert |
| Jahresabschluss | inklusive (Steuererklärung) | nicht enthalten |
| Steuerliche Beratung | inklusive (Kernleistung) | nicht enthalten |
Beim Steuerberater richtet sich die laufende Buchführung nach dem Umsatz: Nach Tabelle C der Steuerberatervergütungsverordnung sind es bei 200.000 € Jahresumsatz rund 193 € im Monat (Satz 7/10), die Umsatzsteuer-Voranmeldung rechnet die Kanzlei gesondert ab. Financeklar rechnet nach Belegen ab: 149 € bis 50 Belege im Monat, mit BWA. Die Voranmeldung erstellt unsere Partner-Kanzlei, ihr Honorar kommt dazu.
Warum die Kombination meistens sinnvoll ist
Das beste Modell für die meisten KMU: Buchhaltung extern beim Spezialisten, Steuerberatung bei der Kanzlei. Beide bekommen, was sie gut können, und Sie bezahlen keine Kanzlei-Stundensätze für Buchungsarbeit.
Damit das funktioniert, muss der Datenfluss stimmen. Bei Financeklar arbeiten wir mit DATEV-kompatiblen Exporten, die direkt in das System deines Steuerberaters einfließen. Kein doppeltes Erfassen, keine Reibungsverluste.
Wann welches Modell passt
Nur Steuerberater, passt wenn: unter 20 Buchungsvorgänge/Monat, kaum eigener Informationsbedarf, sehr enger Kontakt zur Kanzlei gewünscht.
Buchhaltungsdienst + Steuerberater, passt wenn: 20–200 Buchungsvorgänge/Monat, monatliche Zahlen nötig, Kanzlei soll sich auf Beratung konzentrieren, Kosten optimiert werden sollen.
Nur Buchhaltungsdienst, passt nicht. Steuererklärung und -beratung brauchen Sie immer. Das ist keine Leistung, auf die Sie verzichten können.
Häufige Fragen
Mein Steuerberater bucht auch, muss ich wechseln?
Nein. Prüfen Sie, ob du zufrieden sind mit Aktualität der Zahlen, Reaktionszeit und Preis. Wenn ja, kein Handlungsbedarf. Wenn nicht, ist eine Aufteilung sinnvoll.
Kann ich den Steuerberater ganz ersetzen?
Nein, und das wäre auch nicht legal sinnvoll. Steuererklärungen, Gestaltungsberatung und steuerliche Haftung bleiben beim zugelassenen Berater.
Was passiert beim Jahresabschluss?
Wir bereiten dir alle Unterlagen vor, sauber, vollständig, DATEV-exportiert. Den Abschluss erstellt und unterschreibt dein Steuerberater. So sparen Sie dort Stunden.
Buchhaltung und Steuerberater sauber trennen?
Wir erklären in 30 Minuten, was Financeklar übernimmt, was beim Steuerberater bleibt, und was du dadurch sparen.
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